Rückblick und Ehrungen
JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG 2026
Am 25. Januar 2026 fand die traditionelle Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Garching statt. Zum ersten Mal erstattete der neue Kommandant, Dominik Eberle, den Bericht über das vergangene Jahr 2025. Die Mannschaftstärke der Feuerwehr Garching hat sich 2025 um 4 Mitglieder verringert auf 125 Aktive, davon 19 Frauen. Die Jugendfeuerwehr Garching umfasst 21 Jugendliche, davon 7 weiblich.
Die Reduktion der Aktiven begründet sich dadurch, dass nur alle 2 Jahre eine neue Jugendgruppe gegründet wird. In dem Jahr, in welchem keine Jugendgruppe gegründet wird verringert sich die Mitgliederzahl systemisch durch z.B. berufsbedingte Wegzüge, private Veränderung und altersbedingtes Ausscheiden aus dem Feuerwehrdienst. In dem Jahr, in dem eine Jugendgruppe gegründet wird erhöht sich die Zahl der Aktiven wieder signifikant. Am 19.01.26 fand wieder eine Informationsveranstaltung zur Gründung einer neuen Jugendgruppe statt. 30 Jugendliche haben sich über die „Ausbildung“ zum Feuerwehrdienstleistenden informiert. Am Montag, den 26.01.26 startet die Ausbildung.
Im vergangenen Jahr ist die Anzahl der Einsätze etwas gesunken und erreichte dennoch ein bemerkenswertes Level von 585 Alarmen. 299 Einsätze und somit 51% gingen hierbei auf das Konto der First-Responder Einheit. Die durchschnittliche Ausrückzeit der Feuerwehr Garching liegt zwischen vier und fünf Minuten gemittelt über Tag und Nacht. Zusammengerechnet ergeben sich aus allen Alarmen 426 Einsatzstunden und eine Gesamtzahl von 3665 Mannstunden.
Um die Vielzahl an Einsätzen bewerkstelligen zu können ist es wichtig mit den vorhandenen Fahrzeugen und Gerätschaften stets vertraut zu sein. Um das Ausbildungsniveau zu halten bzw. zu steigern wurden im Jahr 2025 328 Aus- und Fortbildungsveranstaltungen abgehalten. Diese finden im eigenen Gerätehaus, auf Landkreisebene oder auch in den Landesfeuerwehrschulen statt. Aus den 328 Übungen ergibt sich eine Gesamtstundenanzahl von 994 Übungsstunden, kumuliert auf die Teilnehmenden der Übungen sind das 7052 Stunden. Rechnet man abschließend alle Stunden (Einsätze, Übungen, Fortbildungen und Arbeitsdienste) zusammen ergibt sich eine beeindruckende Zahl von 20.203 ehrenamtlich geleisteten Stunden.
Neben den Statistiken und Zahlen war für Dominik Eberle der Baufortschritt der neuen Feuerwache wichtig. Die Platzsituation im jetzigen Gerätehaus wird immer angespannter. Die Berichte der letzten Jahre haben dies bereits aufgezeigt. Der Bau der neuen Feuerwache ist in vollem Gange. Die Feuerwehr schätzt das Engagement der Stadt Garching sehr, ihrer Feuerwehr ein Gerätehaus von diesem Format zu bauen. Es macht die Feuerwehr fit für die Zukunft und hervorragend aufgestellt für die Herausforderungen, die auf sie zukommen werden. Ein Augenmerk muss leider an die Anforderungen im Katastrophenschutz und zivile Verteidigung gelegt werden. Krisen, Kriege und die weltpolitische Entwicklung der jüngsten Zeit zeigen, dass die Feuerwehr als Teil der kritischen Infrastruktur in jeder Lage arbeitsfähig bleiben muss. Daraus ergeben sich auch zusätzliche Anforderungen an das Feuerwehrhaus: Neben einer regelmäßig beprobten Netzersatzanlage (Notstrom) zur lückenlosen Aufrechterhaltung aller Funktionen muss das Haus für einen autarken Betrieb in länger andauernden Krisensituationen im Hinblick auf Versorgung / Lagerhaltung, sowie eigenständiges Abarbeiten von Flächenlagen, ausgelegt und ertüchtigt werden. Die Planungsphase liegt bereits viele Jahre zurück, die rasante Entwicklung der Anforderungen an eine moderne Feuerwehr machen es notwendig, bei einigen Themen, die vielleicht ursprünglich anders geplant waren, nachzusteuern. Wenn dies bei zukünftigen Beratungen und Entscheidungen berücksichtigt wird, dann ist sich die Feuerwehr sicher, dass das neue Haus auch ein großer Erfolg für die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürgern in Garching wird. Das Verkehrskonzept bei der Anfahrt zum neuen Gerätehaus und die Zuwegungen zum Einsatzort müssen auch noch einmal unter die Lupe genommen werden. Stichpunkte sind hierbei die Straßenbreite der Umgehungsstraße bzw. der Begegnungsverkehr als Hauptverkehrsweg zum und vom Gerätehaus. Auch die Poststraße als kürzeste Verbindung in den Garchinger Osten mit besonderen Verkehrslagen durch Schule und Kirche ist ein Thema. Mit großer Erleichterung wurde zur Kenntnis genommen, dass eine Möglichkeit gefunden wurde auf die beiden Verkehrsinseln an der Kreuzung Schleißheimer Straße / Umgehungsstraße zu verzichten. Das erleichtert das An- und Abfahren mit Großfahrzeugen an diesem Punkt erheblich. Abschließend ist zu erwähnen, dass die Abstimmung mit und die Einbindung der Feuerwehr seitens der Bauabteilung gut funktioniert.
Der Ausblick auf das kommende Jahr 2026 zu z.B. Beschaffungen wurde im mündlichen Vortrag dieses Jahr reduziert, ist aber im schriftlichen Bericht an die Stadt vollumfänglich ausgeführt. Einen Punkt der Veränderung in der Organisation der Feuerwehr stellte Dominik Eberle heraus: Eingeführt wird ein ELVD bzw. Einsatzleiter vom Dienst. Die ELVD-Diensthabenden stellen bei einem Feuerwehralarm die Einsatzleitung und fahren mit einem Einsatzleitfahrzeug direkt von zuhause die Einsatzstelle an. Ziel ist es möglichst schnell eine Führungskraft vor dem ersten taktischen (Groß)Fahrzeug an der Einsatzstelle zu haben, Erkundungen vorzunehmen, taktische Entscheidungen zu treffen und den Einsatz der anrückenden Großfahrzeuge und dem dazugehörigen Personal vorab festzulegen.
Im Anschluss an den Jahresbericht nutzte der Kommandant die Gelegenheit sich bei allen zu bedanken, die ihn unterstützen, beitragen und gewinnbringend mitwirken. Ein besonderer Dank gilt dem Bürgermeister Dr. Gruchmann für die persönliche Unterstützung und allen Damen und Herren des Stadtrates. Die Feuerwehr blick zuversichtlich in die Zukunft, dass auch weiterhin die notwendigen Finanzmittel bereitgestellt werden können, die zum Wohle der Bürgerinnen und Bürgern und natürlich der eigenen Sicherheit erforderlich sind. Die Jahreshauptversammlung ist zugleich immer ein würdiger Rahmen für Ehrungen und Beförderungen durch den Kommandanten.
Für ihre aktive Dienstzeit wurden geehrt:

- 2 Jahre aktiver Feuerwehrdienst: Moritz Altinger, Dominik Biersack, Mariya Bobkova, Benedikt Buchner, Veronika Cizek, Felicia Cono, Clara Eberle, Simon Furchtsam, Tobias Ganschinetz, Niclas Grünwald, Julian Haedecke, Marina Hicker, Kevin Huber, Lennart Jamborek, Christoph Kastenmüller, Florian Kick, Philipp König, Keanu König, Henri Menke, Maximilian Nikolai, Kiarash Pahlevani, Jason Rilke, Mark Schiesser, Ava Schreiber, Sara Steger, Niklas Weber, Bastian Wiedemann, Emilian Zehetbauer
- 10 Jahre aktiver Feuerwehrdienst: Severin Brösamle
- 30 Jahre aktiver Feuerwehrdienst: Thomas Erler
- 40 Jahre aktiver Feuerwehrdienst: Heiner Hegering, Marcus Heidel, Florian Baierl
Ehrungen, die vom Freistaat Bayern bzw. dem Bayerischen Innenministerium vorgenommen werden, sind hier zu erwähnen:
- Bayerisches Feuerwehrehrenkreuz in Silber für 25 Jahre aktiven Feuerwehrdienst: Patrick Löffler, Benjamin Schlesinger
- Bayerisches Feuerwehrehrenkreuz in Gold für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst: Heiner Hegering, Marcus Heidel, Florian Baierl

Aufgrund der Leistungen in der Freiwilligen Feuerwehr Garching und nach erfolgreicher Teilnahme an den vorgesehenen Ausbildungen konnten befördert werden:
- Feuerwehrmann: Alexander Haid, Luca Soldo
- Hauptfeuerwehrmann: Markus Zeilhofer
- Löschmeister: René Eskandar, Dr. Tobias Chemnitz
- Hauptlöschmeister: Patrick Schlesinger
Aufgrund der Einführung eines ELVD bzw. Einsatzleiters vom Dienst wurden zum Zugführer bestellt:

- Jörg Pohl
- Florian Kink
- Johannes Kick
- Patrick Schlesinger
Anschließend nutzte der Erste Bürgermeister, Dr. Dietmar Gruchmann, die Gelegenheit für ein Grußwort: An Themen hat es 2025 sicher nicht gemangelt, wenn man z.B. an die Verabschiedung von Christian Schweiger als Kommandanten im Bürgerhaus denkt, die Fahrzeugweihe von zwei Fahrzeugen im Oktober und an die Feuerwehrspaßolympiade im Rahmen des Kreisjugendfeuerwehrtages im Juli, bei der auch das 40zig jährige Jubiläum der Jugendfeuerwehr Garching gefeiert werden konnte. Die Gründung einer neuen Jugendgruppe Anfang 2026 stimmt Dr. Gruchmann zuversichtlich, was die Mitgliederzahlen bei der Feuerwehr Garching angeht. An dieser Stelle möchte er allen Ausbildern bei der Feuerwehr danken. Die Feuerwehr beteiligt sich aktiv am gesellschaftlichen Leben in Garching wie z.B. bei den Straßensperrungen bei Fronleichnam, dem Rückenwindlauf, dem Bürgerfestumzug und den Umzügen zu St. Martin. Ferner organisiert die Feuerwehr den traditionellen Feuerwehrfaschingsball und das Feuerwehrsommerfest. Die Rutschengaudi im Sommer ist eine tolle Idee für die garchinger Gemeinschaft und wird vom Bürgermeister selbstverständlich unterstützt. Ferner freut sich Gruchmann auch schon auf den Auftritt der Feuerwehrband „Bälamis“ im Festzelt bei der Bürgerwoche. Diese Beispiele zeigen die großartige Leistung der Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmännern neben dem Kerngeschäft im abwehrenden Brandschutz. „Das Engagement für uns alle ist das Salz in der Suppe, was die Lebensqualität in Garching ausmacht, was die Gemeinschaft ausmacht.“ Im Jahr 2025 waren 585 Einsätze abzuarbeiten. Dafür gebührt der Feuerwehr größter Respekt. Der Stadt Garching ist es wichtig, dass die Feuerwehr einsatzbereit ist und ausrücken kann. Der Stadtrat stellt dafür die notwendigen Finanzmittel bereit.
Bzgl. des neuen Feuerwehrgerätehauses sagte Dr. Gruchmann: „Wir sind im Endspurt.“

Die Führungsriege der Feuerwehr wird stets auf dem aktuellen Stand der Dinge gehalten und von der Bauüberwachung informiert was geht und auch über das, was nicht geht. Durch den Kommandantenwechsel ist der ein oder andere Input zum Neubau dazugekommen und das ist im gesamten Bauprozess auch normal. „Die eigentlichen Planungen für das Feuerwehrhaus liegen einige Jahre zurück und wenn aufgrund der Dinge, die von außen auf den Landkreis oder Deutschland einwirken, wir uns diesbezüglich stärker zu engagieren und aufzustellen haben (Anm. d. Redaktion: Katastrophenschutz, Zivilschutz), wird es schwierig den Bauzeitenplan einzuhalten.“ Bei der Ausführung der Hauptgewerke müssen regelmäßig Kompromisse gefunden werden mit dem Ziel, dass es nicht zu großen Verzögerungen kommt. Corona hatte in der Startphase auch großen Einfluss auf Verzögerungen gehabt. Die Verzögerung bei der Lieferung der Einfahrtstore ist gerade ein großer Punkt. Dann kommt eins zum anderen: Ohne Tore kann z.B. kein Estrich gelegt werden, damit keine Türen etc. und somit kommt es in der Folge zu weiteren Verzögerungen. Dr. Gruchmann kann dennoch an dieser Stelle versprechen, „dass wir das Jahr 2026 halten können“. Der Umzug ins neue Gerätehaus ist nach aktuellem Bauzeitenplan geplant vom 19. – 26. Oktober 2026.
„Ihr gebt viel für die Stadt und das Gemeinwohl. Bei Einsätzen und auch bei gefährlichen Arbeiten können wir uns immer auf Euch verlassen. Ohne die Feuerwehren wäre Garching auch im gesellschaftlichen Leben ein großes Stück ärmer. Vielen Dank für Euren ehrenamtlichen Einsatz. Ich wünsche Euch alles erdenklich Gute bei den Einsätzen und kommt alle wieder gesund nach Hause.“
Dr. dietmar gruchmann, 1. bürgermeister

Nach dem Bürgermeister der Stadt Garching überbrachte der zuständige Kreisbrandinspektor, Dr. Markus Hardi, Grußworte der Kreisbrandinspektion: „Wenn wir heute zusammenkommen, tun wir das in einer Zeit, die sich vorher kaum einer vorstellen konnte. Konflikte, Machtverschiebungen, internationale Spannungen sind nicht nur in fernen Ländern, sondern sind auch nun sehr nah an uns herangekommen. Wir werden herausgefordert durch Dinge, die viele von uns noch nicht erlebt haben.“ Insofern sei es schön, wenn man eine Organisation hat, auf die man sich verlassen kann. Die Pläne für Vorratslager und Vorratshaltungen werden wieder aktiviert. „Es ist immer besser der Lage vorauszukommen, als von dieser eingeholt zu werden.“ Digitalisierung und KI verändern jeden Bereich des täglichen Lebens. Moderne Einsatzalarmierung, Löschdrohnen, KI gestützte Einsatzlagenüberwachung ist möglich, der Kern ist allerdings der Mensch. Wenn der Wind die Dächer abdeckt, zählen die Menschen, die hier zu Hilfe kommen. Die Feuerwehrdienstleistenden sind die, die zu Hilfe kommen, die nachts aufstehen und helfen. Es bedarf Zeit, Kraft und auch das Verständnis der Arbeitgeber und Angehörigen. Private Belange müssen oftmals hintenangestellt werden. Dafür gebührt der Feuerwehr größter Respekt.
„Danke für Euren Mut, Eure Kameradschaft und Hilfsbereitschaft.“
„Lasst uns die modernen Mittel wie Digitalisierung und KI nutzen. Engagiert euch weiterhin. Ich bin stolz auf euch.“Dr. markus hardi, kreisbrandinspektor


